Wettbewerbsorientierung am Beispiel der verpflichtenden Leistungsausschreibung (CCT) im Vereinigten Königreich

Promberger, Kurt ; Bernhart, Josef ; Rauskala, Iris

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2010/2275/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: Zentrum für Verwaltungsmanagement an der Uni Innsbruck
Schriftenreihe: Working paper // Universität Innsbruck, Zentrum für Verwaltungsmanagement
Bandnummer: 9
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 15.11.2010
Originalveröffentlichung: http://www.verwaltungsmanagement.at/602/uploads/cctworkingpaper.pdf (2003)
DDC-Sachgruppe: Öffentliche Verwaltung
BK - Basisklassifikation: 88.70 (Vergleichende Verwaltungslehre), 88.60 (Politische Maßnahmen), 88.20 (Organisation staatlicher Einrichtungen, Management staatlicher Einrichtungen)
Sondersammelgebiete: 3.7 Verwaltungswissenschaften

Kurzfassung auf Deutsch:

Wettbewerb ist ein Instrument der Verwaltungsmodernisierung. Internationale Reforminitiativen, die Wettbewerb zum Inhalt haben, zeigen, dass wettbewerbliche Elemente nachhaltigen Veränderungsdruck bewirken und dabei postitive Effekte bewirken. Das Instrument Wettbewerb dient dazu, einen Anpassungsdruck innherhalb der Verwaltung zu erzeugen, der Prozesse der Oganisations- und Personalentwicklung unumgänglich macht. Der Wandel in der Arbeitsstruktur und Organisationskultur soll zu Kostensenkung und Leistungssteigerung führen. Wettbewerb ist dabei kein Ziel, sondern ein Instrument der Veränderung. Im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland wurde vor über 20 Jahren damit begonnen, die Leistungen der Lokalverwaltungen sukzessive unter Wettbewerbsbedingungen auszuschreiben. Die rechtlichen Grundlagen dafür wurden in drei Lokalverwaltungsgesetzen gelegt, die die Ausschreibung bestimmter Leistungen verpflichtend einführte. Die Verpflichtung zur Ausschreibung und die zwingende Voraussetzung, dem kostengünstigsten Anbieter die Leistungserstellung zu übertragen, stellten sich als die größten Kritikpunkte am Programm heraus, weil dadurch längerfristige, kollaborative Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer unmöglich wurden. Im Working Paper No. 9 werden im ersten Kapitel die Grundlagen der Leistungsausschreibung durchleuchtet. Dabei werden Begriffe und Definitionen abgesteckt und die unterschiedlichen Formen von Kontrakten angesprochen. Kapitel 2 gibt einen Überblick über die theoretischen Grundlagen des Wettbewerbsgedankens im New Public Management, die in der Public Choice Theorie und in der Neuen Institutionenökonomik zu finden sind. Kapitel 3 zeigt die Schritte eines idealtypischen Ausschreibungsverfahrens auf. Mit Kapitel 4 beginnen die Ausführungen zur verpflichtenden Leistungsausschreibung im Vereinigten Königreich, deren Auswirkungen auf die Organisation und die lokale Politik in den Kapiteln 5 und 6 angeschnitten werden. Kapitel 7 erläutert die Effekte der verpflichtenden Leistungsausschreibung anhand der drei Dimensionen lokale Beschäftigung, Kostenreduktion und Qualitätsaspekte. In Kapitel 8 erfolgt eine abschließende Kritik der verpflichtenden Leistungsausschreibung.


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