Die Proteste in Frankreich 2005 : Interdisziplinäre Perspektiven der Konfliktforschung

Becker, Johannes M.

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/3405/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: CCS - Zentrum für Konfliktforschung/ Philips-Universität Marburg
Schriftenreihe: CCS Working papers
Bandnummer: 2006, 1
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 25.09.2011
Originalveröffentlichung: http://www.uni-marburg.de/konfliktforschung/pdf/ccswp1 (2006)
SWD-Schlagwörter: Frankreich , Protest
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 15.65 (Frankreich), 89.58 (Politische Gewalt)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Proteste in den französischen Vorstädten im Oktober/November 2005 kamen für viele in Art, Ausmaß und Intensität überraschend. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass sich in den großen Städten Frankreichs schon seit geraumer Zeit in den sog. banlieues eine hochexplosive Mischung sozialer Probleme zusammenbraut, für die es nur noch geeigneter Anlässe bedarf, damit diese gewaltsam eskalieren. Im vorliegenden working paper soll aus verschiedenen disziplinären Perspektiven (Politikwissenschaft, Soziologie, Sozialpsychologie) auf die Proteste geschaut und ihre wichtigsten Aspekte analysiert werden. Peter Imbusch wirft einführend einige der mit den Protesten immer wieder auftauchenden Fragen auf, deren Beantwortung Gegenstand der nachfolgenden Beiträge ist. Johannes M. Becker benennt die Faktoren, die Ausbruch und Verlauf der Proteste bestimmt haben. Lars Schmitt verdeutlicht sodann die Bedingungen der Möglichkeit für das Entstehen einer Protestbewegung und stellt die Formierung einer solchen Bewegung als einen äußerst voraussetzungsreichen Prozess dar. Ulrich Wagner und Jost Stellmacher loten schließlich die mikrosoziologischen und sozialpsychologischen Aspekte aus, die Protestbewegungen Identität und Zusammenhalt bescheren und damit erst zielgerichtetes Handeln als Gruppe ermöglichen – oder eben auch nicht ermöglichen. Abschließend resümiert Peter Imbusch die Debatten mit einer konfliktsoziologischen Einbettung v.a. im Hinblick auf die Ursachen der Proteste und die Möglichkeiten eines Übergreifens auf Deutschland.

Kurzfassung auf Englisch:

The violent protests in the French suburbs in October/November 2005 surprised many observers in their form, magnitude and intensity. On closer examination, however, it becomes obvious that an explosive mixture of social problems had been accumulating in the so-called banlieues of France’s big cities for a fairly long time – circumstances under which violent escalations only require the adequate occasions. The working paper examines the protests in France from different disciplinary perspectives (political science, sociology, social psychology) and analyzes their central aspects. In the introduction, Peter Imbusch raises some of the recurring issues regarding the protests, which are being dealt with in more detail in the subsequent contributions. Johannes M. Becker specifies the factors which determined the outbreak and course of the protests. Lars Schmitt thereafter clarifies the conditions allowing for the emergence of a protest movement. He characterizes the development of such a movement as a process in which many preconditions must be fulfilled. Ulrich Wagner and Jost Stellmacher then fathom the micro-sociological and social-psychological aspects which only by bestowing protest movements with identity and cohesion allow for goal-oriented behavior as a group. In the conclusion, Peter Imbusch summarizes the different arguments in a conflict sociological perspective in view of the causes underlying the protests as well as the potentialities of an encroachment on Germany.


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