Eitler Traum oder erreichbares Ziel? : Die Idee einer kernwaffenfreien Zone im Nahen Osten

Bamgart, Claudia ; Müller, Harald

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2007/183/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Report
Bandnummer: 2004,10
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 18.12.2007
SWD-Schlagwörter: Naher Osten , Abrüstung , Kernwaffenfreie Zone
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.77 (Rüstungspolitik)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Sie mag auf den ersten Blick wie naives Wunschdenken wirken - die Idee einer kernwaffenfreien Zone im Nahen Osten. Bei genauerer Betrachtung wird jedoch schnell klar: wenn nicht jetzt, wann dann? Die Region des Nahen Ostens befindet sich in einer tiefen Zäsur. Der israelische Ministerpräsident Scharon hat den Rückzug von Siedlungen aus dem Gaza-Streifen angekündigt, Syriens Präsident Bashar Assad hat Israel die Aufnahme von Verhandlungen "ohne Bedingungen" angeboten, und vor allem ist der sich moderat gebende Mahmud Abbas zum neuen Palästinenser-Präsidenten gewählt worden. All dies sind kleine Bewegungen, die zwar einen Friedensschluss im Nahen Osten nicht automatisch zur Folge haben, jedoch Schritte in die richtige Richtung darstellen. Dies gilt besonders deshalb, weil in allen Abrüstungsbemühungen die Vertrauensbildung eine herausragende Rolle spielt. Natürlich handelt es sich bei dem Ziel, eine kernwaffenfreie Zone einzurichten, um ein sehr langfristig angelegtes Projekt. Auch reicht es nicht aus, sich auf einen Verzicht auf Nuklearwaffen zu beschränken. Die Abrüstungsaktivitäten müssen alle Massenvernichtungswaffen umfassen, auch biologische und Chemiewaffen, da die Abschreckungspolitiken der einzelnen Länder auf verschiedenen Waffengattungen beruhen. Anzugehen wäre also ein komplexer Prozess, in dem sich verschiedene Komponenten der Abrüstung miteinander verzahnen. Erste Vorstöße können durchaus schon unternommen werden, solange ein Friedensschluss im Nahen Osten noch aussteht, denn daraus resultierende kleine Erfolge können wiederum eigene, positive Dynamiken entfalten. So beabsichtigen Claudia Baumgart und Harald Müller nicht, eine eigene "Roadmap" zur kernwaffenfreien Zone vorzulegen. Vielmehr stellen sie die unterschiedlichen Positionen vor, benennen Hindernisse und zeigen "Handlungskorridore" auf, um einer Lösung näher zu kommen.


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