Drogenökonomie und Gewalt : das Beispiel Kolumbien

Zinecker, Heidrun

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2007/188/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Report
Bandnummer: 2004,05
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 20.12.2007
SWD-Schlagwörter: Kolumbien , Rauschgitfhandel , Politische Ökonomie , Politischer Konflikt
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 71.66 (Sucht als soziales Problem), 89.58 (Politische Gewalt)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Wahr ist, dass die kolumbianische Drogenökonomie von Gewalt begleitet wird und die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Staat, Guerilla und paramilitärischen Gruppierungen finanziert. Allerdings sind Drogenproduktion und -handel nicht Ursache des Krieges in Kolumbien. Diese These vertritt Heidrun Zinecker und belegt sie anhand der historischen Entwicklung der Drogenökonomie sowie ihrer Verflechtung mit der Gewalt auf allen Konfliktseiten. So hat es Gewalt in Kolumbien bereits gegeben, bevor die Idee des Drogenhandels überhaupt aufkam. Die Losung, der Krieg in Kolumbien könne nur beendet werden, wenn das Drogenproblem gelöst sei, geht folglich an der Realität vorbei. Ebenso verhält es sich mit regionalen Maßnahmen wie dem Besprühen von Kokafeldern, denn das Drogenproblem ist ein globales Problem, das auch nur global gelöst werden kann. Bis dies verwirklicht wird, müssen Schritte gegangen werden, die direkt auf eine Reduktion der Gewalt abzielen. Dazu gehört, dass die kolumbianische Regierung nicht nur mit der wichtigsten paramilitärischen Gruppierung AUC weiter verhandelt, sondern auch Gespräche mit den Guerillas, vor allem der FARC, aufnimmt. Im Zuge dieser Verhandlungen müssten allerdings alle Konfliktparteien Zugeständnisse machen, insbesondere durch die Nennung von Verantwortlichen für Gräueltaten und die Akzeptanz von Opferentschädigungen. Die Priorität der Gewalteindämmung schließt natürlich nicht aus, dass Maßnahmen zur Bekämpfung des Drogenhandels dringlich sind – sich allein auf letztere zu konzentrieren, wäre allerdings verfehlt.


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