Wege und Umwege zur Professionalisierung : ein Vergleich der Militärreformen in Frankreich und Deutschland

Gauzy Krieger, Florence ; Meyer, Berthold

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2007/196/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Report
Bandnummer: 2003,16
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 21.12.2007
SWD-Schlagwörter: Frankreich , Detuschland , Militärreform , Berufsarmee
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 15.43 (Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts), 15.65 (Frankreich), 89.82 (Militärpersonal), 89.81 (Streitkräfte)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Unbestritten ist, dass sich die Aufgaben von Streitkräften westeuropäischer Staaten gewandelt haben, denn niemand glaubt, dass auf absehbare Zeit Verteidigung im klassischen Sinne nötig sein wird. Dagegen werden immer häufiger militärische Interventionen weltweit durchgeführt und diese Einsätze stellen erhebliche Anforderungen an die Professionalität von Streitkräften. Diese in Zeiten schrumpfender öffentlicher Haushalte zu gewährleisten, hat Reformen von Armeen notwendig gemacht. Frankreich hat ebenso wie Deutschland eine Militärreform in Angriff genommen, zwischen 1996 und 2002 seine langjährige Wehrpflichttradition beendet und eine Berufsarmee eingeführt. Diese Umstellung fußte auf der Überzeugung, dass Berufssoldaten durch ihre höhere Qualifikation besser zu Auslandseinsätzen geschickt werden können. Deutschland dagegen hält an der Wehrpflicht fest und nimmt die damit verbundene personelle Fluktuation in Kauf, weil man glaubt, so günstiger an in Zivilberufen ausgebildete Spezialisten zu gelangen. Doch ist es nicht nur eine unterschiedliche Auffassung von Professionalität und wie diese zu erreichen sei, die Deutschland und Frankreich unterschiedliche Wege gehen lässt. Auch das jeweilige Selbstbild im Weltgefüge spielt eine bedeutende Rolle. Während Frankreich seinem Anspruch als postkoloniale Großmacht verhaftet bleibt, die selbstverständlich nationale Interessen auch mit militärischen Mitteln durchsetzt, beschränkt das Grundgesetz Bundeswehr-Einsätze auf den Verteidigungsfall. Florence Gauzy Krieger und Berthold Meyer untersuchen die Unterschiede in den Anforderungen an die Armeen der beiden Nachbarländer ebenso wie die verschiedenartigen Reformen. Abschließend gehen sie der Frage nach, ob eine höhere Professionalisierung automatisch eine größere Interventionsbereitschaft nach sich zieht und diskutieren diese vor dem Hintergrund militärischer Einsätze in der jüngeren Vergangenheit.


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