Sozialpolitik durch Tarifvertrag in den Niederlanden : die Rolle der industriellen Beziehungen in der Liberalisierung des Wohlfahrtsstaates

Trampusch, Christine

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2007/78/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: MPIfG - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Schriftenreihe: MPIFG discussion paper
Bandnummer: 2004,12
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 23.11.2007
SWD-Schlagwörter: Sozialpolitik
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 71.80 (Sozialpolitik: Allgemeines), 89.50 (Politische Prozesse: Allgemeines), 89.30 (Politische Systeme: Allgemeines)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Anhand einer historisch-analytischen Rekonstruktion, die nicht nur politische Interessen, Ideologien und staatliche Flankierungen, sondern auch die Geschichte der Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Beziehungen berücksichtigt, untersucht das Papier Rolle und Funktion der Tarifpolitik im niederländischen Wohlfahrtsstaat. Es wird argumentiert, dass in den Niederlanden die Sequenz der Institutionalisierung der Arbeitsbeziehungen und die Erfahrungen, die die Arbeitsmarktpartner mit den Institutionen der Arbeitsbeziehungen gemacht haben, die Entwicklung der tariflichen Sozialpolitik maßgeblich beeinflusst haben. Branchensozialpolitik ist in den Niederlanden unter besonderen Bedingungen entstanden, was die Möglichkeit einer eins zu eins Übertragung nach Deutschland in Frage stellt, praktische Lehren für die Politik aber nicht ausschließt. Für die vergleichende Wohlfahrtsstaatenforschung wird die Schlussfolgerung gezogen, sich bei der Betrachtung sozialpolitischer Kürzungspolitik von ihrer statischen Zentriertheit auf die Analyse des politischen Verhaltens der Akteure zu lösen und ebenso die industriellen Beziehungen systematisch in den Blick zu nehmen.

Kurzfassung auf Englisch:

Proceeding from an historical-analytical reconstruction, which takes not only political interests, ideologies and government support into account but also the history of labor relations, the paper investigates the role and function of collective bargaining in the Dutch welfare state. It is argued that, in the Netherlands, the sequence in which industrial relations become institutionalized and the experiences that both sides of industry have had with the institutions governing industrial relations have crucially influenced the development of social policy based on collective agreement. Industrial social policy has grown up in the Netherlands under specific conditions, which casts doubts on the possibility of making a one-to-one correlation with Germany, though it does not rule out practical policy lessons. The conclusion for comparative welfare state research is that when viewing policies of social cutbacks it should break away from its static focus on analyzing the political behavior of the actors involved and systematically include industrial relations in its frame of reference.


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