"Revolution in military affairs" : Abgesang kooperativer Sicherheitspolitik der Demokratien?

Müller, Harald ; Schörnig, Niklas

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2008/229/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Report
Bandnummer: 2001,08
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 16.01.2008
SWD-Schlagwörter: Militärtechnik , Technischer Fortschritt , Sicherheitspolitik , Rüstungsbegrenzung
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.90 (Außenpolitik, Internationale Politik)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Mit der Entwicklung immer modernerer, präziserer und schnellerer Militärtechnologien nimmt die "Revolution in Military Affairs" (RMA) in westlichen Demokratien einen Verlauf, in dem Rüstungskontrolle und Nonproliferation marginalisiert werden. Konventionelle Waffensysteme stehen mittlerweile bestimmten Massenvernichtungswaffen in ihrer Wirkung kaum mehr nach, und so drängt die technologische Überlegenheit die Selbstbeschränkung in den Hintergrund. Umgekehrt wächst die Gefahr des Einsatzes von biologischen, chemischen und nuklearen Massenvernichtungswaffen auf Seiten der Staaten, die nicht über ein solches Hightech-Potenzial verfügen. Szenarien einer asymmetrischen Kriegführung, bei denen die Angriffe des technologisch Unterlegenen auf die Zivilbevölkerung oder die wirtschaftliche Struktur zielen, werden wahrscheinlicher. Die möglichen Nebenwirkungen und Folgen des von der RMA geprägten "Rüstungswettlaufs mit sich selbst" konterkarieren somit die eigentliche Zielsetzung des Westens, durch Präzision und Technik Opfer weitgehend zu vermeiden. Hier steht die internationale Rüstungskontrolle nach Meinung der beiden Autoren vor grundlegenden Herausforderungen: Vor allem gilt es, die Problematik der RMA kritisch zu reflektieren und sich darüber, z. B. in jährlichen Rüstungstechnologieberichten, Rechenschaft abzulegen. Wichtig wären zudem eine Einbindung der RMA in das humanitäre Völkerrecht und eine Konzentration auf das Verbot von Waffenwirkungen - seien sie nun konventioneller oder nuklearer Herkunft.


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