Bundeswehr als Freund und Helfer in aller Welt? : Das Soldatenbild der Bundeswehr auf dem Prüfstand der Transformation

Mannitz, Sabine

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2008/291/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Standpunkte : Beiträge zum demokratischen Frieden
Bandnummer: 2007,03
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 04.02.2008
SWD-Schlagwörter: Deutschland / Bundeswehr
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.81 (Streitkräfte)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Professionelle Krieger oder bewaffnete Sozialarbeiter? Welche Rolle ist die passen­de für Bundeswehrsoldaten im Zeitalter von weltweiten Einsätzen, die mit der klassischen Landesverteidigung von einst nur wenig gemeinsam haben, stattdessen aber neue, hochkomplexe Ansprüche an Soldaten stellen? Bis in die 1990er Jahre hatte das Soldatenbild Bestand, das nach den Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs zum Ideal erklärt worden war: der Bürger in Uniform, im Herzen Zivilist, mit fester Bindung an die freiheitlich-demokratische Grundordnung, die er notfalls zu verteidigen haben würde. Dass dieser Verteidigungsfall je eintreten würde, war angesichts der Abschreckungsszenarien im Ost-West-Konflikt ohnehin sehr unwahrscheinlich. Damit ließ sich die„Zivilität“ der Streitkräfte gut vereinbaren. Mit der Beteiligung Deutschlands an internationalen Militärmissionen muss sich das Soldatenbild zwangsläufig wandeln. Wie passt die Realität eines out of area-Einsatzes zur zivilen Tradition und dem Auftrag der Verteidigung? Die Bundeswehr selbst versucht das Beste daraus zu machen, wenn sie das Image eines „Freund und Helfers in aller Welt“ pflegt – doch ist das wirklich Aufgabe einer Armee? Nur langsam kam die Debatte über den Wandel der Bundeswehr und ihrer Aufgaben in Gang, die Anforderungen an die Soldaten wurden dabei kaum diskutiert. Dies muss dringend nachgeholt werden, denn junge Menschen, die ihr Leben am Hindukusch oder sonstwo riskieren, haben ein Anrecht zu wissen, wofür. Dazu müssen ihre Rollen und Funktionen von der Öffentlichkeit diskutiert und formuliert werden.


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