How Multilevel Governance Affects the Clash of Capitalisms

Callaghan, Helen

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2008/635/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: MPIfG - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Schriftenreihe: MPIFG discussion paper
Bandnummer: 2008,05
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 30.07.2008
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.73 (Europapolitik, Europäische Union), 89.30 (Politische Systeme: Allgemeines)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

This article challenges the methodological nationalism of the convergence debate by arguing that multilevel governance destabilizes the coalitions thought to underpin liberal and coordinated varieties of capitalism. Existing efforts to explain how coherent production regimes emerge and persist assume that some dominant social bloc ensures coherence by imposing its interests across all relevant regulatory subspheres. This assumption is not tenable in systems of multilevel governance. Three features of multilevel governance diminish the scope for a uniform social bloc to ensure a tight coupling of complementary regulations. First, the strategic opportunities for playing multilevel games vary across regulatory subspheres. Second, willingness to exploit these opportunities varies, because the transnational scope of legislation adds a "constrain-competitor" dimension to actors' decision-making that may either strengthen or weaken interest group cohesion. Third, the institutional set-up at the supranational level of Europe's multilevel polity multiplies alignment options. To illustrate these claims, the article draws on case studies of EU company law initiatives concerning takeovers and worker participation.

Kurzfassung auf Deutsch:

Der vorliegende Aufsatz wendet sich gegen den in der Konvergenzdebatte vorherrschenden methodologischen Nationalismus, indem er aufzeigt, dass Koalitionsbildung in Mehrebenensystemen jene Koalitionen unterminiert, die gemeinhin als Stützen der liberalen und koordinierten Spielarten des Kapitalismus gelten. Versuche zu erklären, wie kohärente Produktionsregime entstehen und fortbestehen, gehen bisher davon aus, dass ein dominanter sozialer Block seine Interessen in allen relevanten regulativen Teilbereichen durchsetzt. Diese Annahme ist für politische Mehrebenensysteme nicht haltbar. Drei Aspekte von Mehrebenenpolitik verringern die Möglichkeiten eines dominanten sozialen Blocks, komplementäre Regulierungen eng zu verknüpfen. Erstens unterscheidet sich der Spielraum für strategische Mehrebenenspiele in den einzelnen Teilbereichen kohärenter Produktionsregime. Zweitens unterscheidet sich die Bereitschaft zur Ausnutzung dieses Spielraums, weil die transnationale Reichweite von Gesetzen dem Entscheidungskalkül von Akteuren eine "Constrain-Competitor"-Dimension hinzufügt, die den grenzüberschreitenden Zusammenhalt von Interessengruppen entweder stärkt oder schwächt. Drittens erweitert das Institutionsgefüge auf der europäischen Ebene die Vielfalt der Koalitionsmöglichkeiten. Fallstudien zu EU-Richtlinien zur Regelung von Unternehmensübernahmen und betrieblicher Mitbestimmung veranschaulichen diese Thesen.


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