Zur Theorie und Praxis Sozialer Verteidigung

Müller, Barbara

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2008/655/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: IFGK - Institut für Friedensarbeit und gewaltfreie Konfliktaustragung
Schriftenreihe: IFGK-Arbeitspapier
Bandnummer: 03
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 20.08.2008
DDC-Sachgruppe: Politik
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Barbara Müller geht in diesem Papier folgenden Fragen in Zusammenhang mit Sozialer Verteidigung nach: • Wie haben die Theorie und die Praxis Sozialer Verteidigung dazu beigetragen, gewaltlose Formen der Konfliktaustragung zu fördern? • Hat die Theoriebildung zur Sozialen Verteidigung die Praxis gewaltloser Konfliktaustragung erkennbar vorangetrieben? • Findet die Praxis von Sozialer Verteidigung Eingang in die Theorieentwicklung? Sie untersucht diese Fragen sowohl im Blick auf die historischen Ereignisse als auch auf die theoretischen Überlegungen von AktivistInnen und auf die wissenschaftliche Konzeptbildung zur Sozialen Verteidigung hin. Zunächst nimmt sie daher die Entwicklung des Verhältnisses dieser Ebenen zueinander in den Blick und schildert die Entwicklung und Ergänzung des Verständnisses von ‚Sozialer Verteidigung’ in verschiedenen geschichtlichen Phasen von Gandhi bis in die Gegenwart. Darauf aufbauend stellt sie die Konzepte verschiedener Theoretiker Sozialer Verteidigung (Gene Sharp, Adam Roberts, Theodor Ebert) nebeneinander und deutet die zum Teil kontroversen Auseinandersetzungen über deren verschiedene Positionen und Konzeptionen an. Für den Rückfluss der theoretischen Überlegungen in die politische Praxis arbeitet die Autorin sechs Möglichkeiten heraus: 1. Politische Eliten übernehmen das Konzept, ein Staat rüstet um. 2. Politische Entscheidungsträger handeln in Konfliktfällen nach dem Konzept, es findet eine akute oder kontinuierliche Politikberatung statt. 3. Gesellschaftliche Kräfte benutzen das Konzept als Handlungsanleitung im Konflikt. 4. Gesellschaftliche Kräfte orientieren ihre praktische konstruktive politische Arbeit am Konzept oder nutzen das Konzept als theoretischen Bezugspunkt für ihre Kritik der herrschenden Politik und zur Darstellung ihrer Alternativen. 5. Das Konzept inspiriert gesellschaftliche Kräfte, selber theoretische Überlegungen anzustellen. 6. In der wissenschaftlichen Arbeit wird das Konzept angewendet, um das Phänomen gewaltloser kollektiver Machtentfaltung erklärbar zu machen. Das Konzept der Sozialen Verteidigung könne als Kritik der herrschenden Politik gewaltlose Optionen ins Spiel bringen, insbesondere dann, wenn sich eine militärische Alternative nicht ernsthaft stelle. Es könne angesichts der wachsenden Erfahrungen mit Elementen Sozialer Verteidigung Teil einer friedenspolitisch ausgerichteten Konzeption von Außen- und Sicherheitspolitik werden. Der größte praktische und theoretische Nutzen der Konzeption jedoch sei die Etablierung der Gewaltlosigkeit als Machtfaktor im Konflikt.


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