Humanitäre Hilfe - Krieg und Terror. Kontinuität und Wandel eines Politikfeldes

Eberwein, Wolf-Dieter

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1182/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Discussion papers // Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Beim Präsidenten, Arbeitsgruppe Internationale Politik
Bandnummer: 04,301
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 06.04.2009
Originalveröffentlichung: http://skylla.wzb.eu/pdf/2004/p04-301.pdf (2004)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.79 (Internationale Konflikte: Sonstiges), 89.76 (Friedensforschung, Konfliktforschung), 89.75 (Internationale Konflikte: Allgemeines)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Der Krieg gegen den Terror hat erneut die Problematik der humanitären Hilfe verdeutlicht. Im Rahmen dieser Analyse wird gezeigt, dass es sich um kein neues Phänomen handelt, sondern dass ein Prozess gradueller Anpassung der Akteure an eine sich verändernde Umwelt vorherrscht. Auf Grund des zunehmenden Engagements der Staaten hat sich das Komplementaritätsverhältnis zwischen Staat und Gesellschaft zugunsten der ersteren verschoben. Das hat zur Folge, dass die humanitären Hilfsorganisationen mit einem unauflöslichen Dilemma konfrontiert sind, solange die Staaten wie die Konfliktparteien sich nicht strikt die im humanitären Völkerrecht festgelegten Normen respektieren, lassen sich die Prinzipien humanitären Handelns unmöglich alle gleichzeitig einhalten, nämlich Unabhängigkeit, Neutralität und Unparteilichkeit. Auch wenn zuweilen argumentiert wird, der Krieg gegen den Irak habe eine völlig neue Situation geschaffen, so trifft dies generell nicht zu. Allerdings hat er dazu beigetragen, dass die humanitären Hilfsorganisationen zunehmend als „westlich“ identifiziert werden und sie damit in islamischen Regionen verstärkt ein Sicherheitsrisiko eingehen müssen. Damit läuft diese Analyse auf die Kernfrage hinaus, inwieweit der klassische Humanitarismus als überholt gelten muss. Vertreten wird die These, dass dies nicht der Fall ist.

Kurzfassung auf Englisch:

Once more the war against terror has revealed the problems humanitarian action is faced with. The analysis shows that these problems are not new. Rather, a process of gradual adaptation of the actors to a changing environment dominates. At the same time the complementarity relationship between the state and non-state actors has changed to the advantage of the former due to their growing involvement in this area. As long as the states and the conflict parties do not honour the norms fixed in international humanitarian law, the humanitarian nongovernmental organisations (NGO) are faced with an inescapable dilemma. They can impossibly satisfy simultaneously the principles of humanitarian action: independence, impartiality and neutrality. Even though some argue that the war against Iraq has created a completely new situation, this is not the case. But that particular war has increased the risks for the humanitarian organisations in Islamic regions because of their identification as “western”. Thus, the core issue of the analysis is whether classical humanitarianism has to be considered as outdated. The proposition is put forward that this is not the case.


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