The Effects of Ethnic and Social Segregation on Children and Adolescents : Recent Research and Results from a German Multilevel Study

Oberwittler, Dietrich

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1503/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Discussion papers // Arbeitsstelle Interkulturelle Konflikte und Gesellschaftliche Integration / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt IV: Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie
Bandnummer: 2007, 603
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2007
Publikationsdatum: 14.07.2009
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2007/iv07-603.pdf (2007)
DDC-Sachgruppe: Politik
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

This paper, in a first part, reviews current literature on the effects of ethnic and social segregation on children and adolescents. In a second part, it reports results of an empirical study on this issue conducted by the author in two German cities. In recent research, the effects of segregation have been framed as possible ‘contextual effects’ of neighbourhoods, i.e. as separate factors beyond the individual effects of social disadvantage. The paper discusses theoretical and methodological underpin-nings of recent studies that use nested samples of individuals in different types of neighbourhoods and multilevel analyses. While there is some evidence of detrimental effects of segregation on outcomes like health, education and crime, this mostly comes from the US. In Europe few relevant studies have been conducted and support for these hypotheses is much weaker. Results from a German multilevel study based on a sample of more than 5000 adoles-cent respondents in 61 neighbourhoods stress the importance of peer groups and ‘agency’ in shaping the influence of neighbourhoods on individual attitudes and behaviour. Social segregation in general seems to be more salient than ethnic segrega-tion, and schools turn out to be important as developmental contexts independent from the residential neighbourhoods. Contrary to theoretical expectations, neighour-hood effects seem to be mainly restricted to native German adolescents, and girls show different patterns of effects than boys. Given the patchy evidence, more research on the overlapping contexts of schools and neighbourhoods in a develop-mental perspective is required.

Kurzfassung auf Deutsch:

Dieses Arbeitspapier berichtet über die aktuelle Forschungsliteratur zu den Auswir-kungen ethnischer und sozialer Segregation auf Kinder und Jugendliche sowie über die Ergebnisse einer empirischen Studie zu diesem Thema, die der Autor in zwei deutschen Großstädten durchgeführt hat. In der gegenwärtigen Forschung werden die Auswirkungen von Segregation als mög-liche Kontexteffekte des Stadtviertels jenseits der individuellen Effekte sozialer Be-nachteiligung anhand geschachtelter Stichproben von Individuen in unterschiedlichen Stadtvierteln und mit Hilfe der Mehrebenenanalyse untersucht. Die theoretischen und methodischen Grundlagen dieses Ansatzes werden diskutiert. In den Ergebnissen gibt es einzelne empirische Hinweise auf die Existenz nachteiliger Effekte der Segregation in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Kriminalität, doch stammen diese über-wiegend aus U.S.-amerikanischen Studien, während europäischen Studien in diesem Bereich seltener sind und weniger eindeutige Ergebnisse hervorgebracht haben. Die Ergebnisse der deutschen Mehrebenen-Studie, die auf einer Stichprobe von mehr als 5000 Befragten in 61 Stadtvierteln basiert, unterstreichen die Bedeutung der Gleichaltrigengruppen und der individuellen Handlungsmacht für die Gestaltung der Stadtvierteleinflüsse auf Einstellungen und Verhalten der Individuen. Soziale Segre-gation scheint generell bedeutsamer als ethnische Segregation zu sein, und Schulen erweisen sich als eigenständiger Entwicklungskontext, unabhängig vom Wohnkon-text. Entgegen theoretischer Erwartungen scheinen Stadtvierteleffekte auf einheimi-sche deutsche Jugendliche beschränkt zu sein, und für Jungen zeigen sich andere Einflussmuster als für Mädchen. Aufgrund des insgesamt uneinheitlichen empirischen Bildes sollten weitere Forschungen unternommen werden, die insbesondere in einer Entwicklungsperspektive die überlappenden Kontexte von Schulen und Stadtvierteln untersuchen sollten.


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