Political Representation and Ethnic Conflict in New Democracies

Alonso, Sonia ; Ruiz, Rubén

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1532/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Veröffentlichungsreihe der Abteilung Demokratie, Strukturen, Leistungsprofil und Herausforderungen des Schwerpunkts Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Bandnummer: 2005, 201
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2005
Publikationsdatum: 15.07.2009
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2005/iv05-201.pdf (2005)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.57 (Politische Beteiligung), 89.76 (Friedensforschung, Konfliktforschung), 73.74 (Interethnische Beziehungen)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

This paper is an exploratory analysis of the efficacy of parliamentary representation as a means to moderate ethnic conflict in new democracies. We agree with many others that the interests of an ethnic minority group are better protected when the group has access to decision makers, can block harmful government policies, and can veto potentially damag-ing decisions. Parliamentary representation, however, does not always allow for an effec-tive representation of those who are not in government. Seats in the legislature may be of little use in a parliament where the executive dominates the policy process at all stages. This paper focuses on the new democracies of Eastern Europe and the former Soviet Union between 1990 and 2000. We use the number of parliamentary seats obtained by the ethnic minority group as our main independent variable and the MAR index of ethnic protest and rebellion as our dependent variables. In addition, we employ the system of government (i.e., parliamentary versus presidential) as a proxy indicator of the degree of influence that parliamentary parties have over decision-making. A cross-section-time-series regression analysis shows that the ameliorative effect of parliamentary representation over ethnic con-flict is stronger in those legislatures where the ethnic group has effective influence over decision making. It is also shown that representation within national parliaments has no ameliorative effects over violent secessionist conflicts. When the ethnic minority’s demands are too radical, parliamentary representation is simply an inadequate instrument.

Kurzfassung auf Deutsch:

Dieses Discussion paper enthält eine explorative Analyse der Wirksamkeit parlamentari-scher Repräsentation als Mittel, um ethnische Konflikte in neuen Demokratien abzumil-dern. Wie viele andere Autoren sind wir der Ansicht, dass die Interessen einer ethnischen Minorität besser gewahrt werden, wenn die Gruppe Zugang zu Entscheidungsträgern hat, eine für sie nachteilige Politik verhindern kann und Einspruch gegen politische Entschei-dungen erheben kann, die ihr schaden könnten. Die parlamentarische Repräsentation erlaubt jedoch nicht in jedem Fall eine tatsächliche Repräsentation derjenigen, die nicht an der Regierung beteiligt sind. Die Beteiligung an der Legislative durch Sitze im Parlament kann wenig Bedeutung haben, wenn die Exekutive den politischen Prozess auf allen Ebe-nen dominiert. Dieses Papier bezieht sich auf die neuen Demokratien in Osteuropa und der früheren Sowjetunion im Zeitraum von 1990 bis 2000. Wir verwenden die Anzahl der Sitze im Parlament, über die eine ethnische Minorität verfügt, als die wichtigste unabhän-gige Variable und nutzen den „Minorities at Risk“- Index (MAR) zu ethnischem Protest und ethnischen Unruhen für unsere abhängigen Variablen. Außerdem nutzen wir das Regierungssystem (d. h. parlamentarisches versus präsidentielles) als Ersatzindikator für das Ausmaß des Einflusses, den parlamentarische Parteien auf politische Entscheidungen haben. Eine Cross-section-time-series-Regressionsanalyse ergibt, dass der positive Effekt der parlamentarischen Repräsentation auf ethnische Konflikte in jenen Legislativen stärker ist, wo die ethnische Gruppe einen wirkungsvollen Einfluss auf politische Entscheidungen hat. Es zeigt sich weiterhin, dass die Repräsentation in nationalen Parlamenten keine positive Wirkung auf gewalttätige Unabhängigkeitskonflikte hat. Wenn die Forderungen einer eth-nischen Minderheit zu radikal sind, stellt die parlamentarische Repräsentation kein adäqua-tes Mittel mehr dar.


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