Neuere Forschungen über Intergruppenkonflikte : Konsequenzen für den Umgang mit Migration und Integration

Hewstone, Miles

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1556/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Discussion papers // Arbeitsstelle Interkulturelle Konflikte und Gesellschaftliche Integration / Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, Forschungsschwerpunkt IV: Zivilgesellschaft, Konflikte und Demokratie
Bandnummer: 2004, 601
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 16.07.2009
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2004/iv04-601.pdf (2004)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 71.44 (Gruppenprozesse), 89.42 (Staat und Bürger), 89.94 (Internationale Beziehungen: Sonstiges)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Vorurteile gegenüber Migranten und deren Diskriminierung gehören heute bedauerlicherweise zur sozialen und politischen Szenerie Europas. Solche Feindseiligkeiten, ein Makel für einen modernen, kosmopolitischen Kontinent, sind dabei keineswegs eine deutsche Besonderheit. Denn Vorurteile sind unter den Deutschen nicht stärker verbreitet als in etlichen anderen europäischen Ländern. Im Folgenden wird auch die Auswahl der Beispiele deutlich machen, dass wir es mit einem Problem aller europäischen Gesellschaften zu tun haben. Interkulturelle Konflikte sind ein besonderer Fall so genannter Intergruppenkonflikte. Unter diesem Begriff werden viele unterschiedliche Phänomene subsumiert: Vorurteile, Diskriminierung, Ungerechtigkeit, fortwährende Ungleichheit, Unterdrückung, „ethnische Säuberung“ bis hin zum Völkermord. Dieser Beitrag wird sich hauptsächlich mit Vorurteilen und Diskriminierung beschäftigen, da diese beiden Aspekte als die für das Thema Migration und Integration relevantesten Ausprägungen von Intergruppenkonflikten erscheinen. Auch ein Großteil der sozialpsychologischen Forschung hat sich eben diesen Problemen – Vorurteilen und Diskriminierung – gewidmet. Unter „Vorurteil“ soll hier die negative Einstellung gegenüber einer Gruppe, zu der man selbst nicht gehört, – der so genannten out-group oder Fremdgruppe – und gegenüber deren Mitgliedern verstanden werden, und zwar im Vergleich zur eigenen Gruppe, der so genannten in-group. „Diskriminierung“ ist das negative Verhalten gegenüber einer solchen Fremdgruppe und ihren Mitgliedern. Obwohl im Folgenden eine sozialpsychologische Perspektive vorgestellt wird, bedeutet das nicht, dass die Sozialpsychologie die einzige relevante oder gar Hauptdisziplin für die Erforschung dieser Probleme wäre. Die Feindseligkeiten, die sich gegen Zuwanderer richten und die Schwierigkeiten, unter denen sie deswegen zu leiden haben, bedürfen einer Analyse aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Perspektiven. So werden in diesem Beitrag beispielhaft auch einige bedeutende Erkenntnisse aus der Ökonomie, der Politikwissenschaft und der Soziologie angeführt. Die anschließenden Erläuterungen gliedern sich in zwei Hauptteile, die jeweils einen recht kurzen und selektiven Überblick über eine weite Forschungslandschaft geben. Der erste Teil beleuchtet die Reaktionen auf die neuen zugewanderten Minderheiten in Westeuropa und die diesen Reaktionen zugrunde liegenden Ursachen. Der zweite Teil stellt einige der vielversprechendsten sozialpsychologischen Interventionsmöglichkeiten vor, die die Integration von Migranten in unsere Gesellschaften verbessern könnten.


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