Stürmische Zeiten? Umwelt, Sicherheit und Konflikt

Eberwein, Wolf-Dieter ; Chojnacki, Sven

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1927/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Discussion papers // Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Beim Präsidenten, Arbeitsgruppe Internationale Politik
Bandnummer: 2001, 303
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 11.10.2009
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2001/p01-303.pdf (2001)
SWD-Schlagwörter: Sicherheitspolitik , Umweltschaden
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.76 (Friedensforschung, Konfliktforschung), 89.90 (Außenpolitik, Internationale Politik), 89.70 (Internationale Beziehungen: Allgemeines)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Knapper werdende Ressourcen und Umweltdegradation gehören zu den sicherheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft, wenn die Annahme zutrifft, dass beide mit großer Wahrscheinlichkeit erheblichen Einfluss auf das Konfliktverhalten innerhalb wie zwischen den Staaten haben werden. Ist die konflikt- und sicherheitspolitische Brisanz im Falle der Ressourcenknappheit noch unmittelbar einsichtig, so ist dies im Falle der zunehmenden Umweltdegradation weniger eindeutig. Unbestritten ist, dass der globale Klimawandel als ein zentraler Faktor der Degradation der natürlichen Lebensgrundlagen weiter voranschreitet, ohne dass eine Ende absehbar wäre. Konzeptionell ist die Umwelt dann ein integraler Bestandteil der Sicherheitspolitik, wenn die Sicherheit einzelner Staaten, Regionen oder des internationalen Systems insgesamt durch Ressourcenknappheit und/oder Umweltzerstörung gefährdet ist. Gefährdung heißt, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass staatliche oder nichtstaatliche Akteure versuchen, die anstehenden Probleme mittels Gewalt zu ihrem Vorteil einseitig zu lösen. Dementsprechend liegt der Analyse die Annahme zugrunde, dass bei Ressourcen- und Umweltproblemen letztlich die politischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen die entscheidenden Determinanten von Gewalt sind. Damit wird keineswegs eine gewisse Zwangsläufigkeit in dem Sinne unterstellt, dass zunehmende Ressourcenknappheit und Umweltdegradation zur Gewalt führen müssen. Statt dessen wird argumentiert, dass diese Möglichkeit besteht, wenn knappe oder knapper werdende Güter innerhalb oder zwischen den Gesellschaften ungleich verteilt sind und wenn politische Bemühungen unterbleiben, die sich abzeichnenden Trends abzumildern.

Kurzfassung auf Englisch:

Increasingly scarce resources and environmental degradation are major security policy challenges of the future – if the assumption holds that both will have a considerable impact on the conflict behavior within and between states. In the case of scarce resources the impact for conflict and security is more or less evident. It is uncontested that the global climate change is one of the main factors contributing to the overall degradation of the natural environment and that no end of this process is in sight. From a conceptual perspective the environment is an integral element of security policy if the survival of individual states, regions or of the international system at large is threatened by resource scarcity and environmental destruction. Threat means that the probability rises that state or non-state actors attempt to resolve the existing problems with the use of force to their own advantage. Thus the analysis starts from the assumption that the political and socio-economic conditions are the major determinants in the case of resource and environmental issues. This does not imply a causal relationship that increasing resource scarcity and environmental degradation inevitably will end up in violence. Instead the argument is that violence cannot be excluded if scarce goods are increasingly unequally distributed within or between societies and if policies to redress such trends will remain absent.


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