(Re)constructuring Community in Berlin; Of Jews, Turks and German Responsibility

Laurence, Jonathan

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/1950/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Discussion papers // Abteilung Öffentlichkeit und Soziale Bewegung WZB
Bandnummer: 1999, 102
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 1999
Publikationsdatum: 14.10.2009
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/1999/iii99-102.pdf (1999)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.94 (Internationale Beziehungen: Sonstiges), 89.40 (Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

In discussions of citizenship law and concepts of nationhood, Germany has served scholars as a paradigm of ethno-cultural exclusivity. Until recent legislative changes, Germany adhered to the ius sanguinus principle where citizenship is acquired almost exclusively through German ancestry. This paper focuses on the financial aid for the Jewish community and the special immigration rights for Soviet Jews. In addition, it discusses why such exceptions are not made for Turks who arrived as guest-workers in the 1960s. The case study analyses the reasons for differing local government support of the Jewish and Turkish communities in the capital city, Berlin. A series of interviews were conducted with influential city administrators and politicians and Jewish and Turkish leaders during the first half of 1999. This elite-centered approach sheds light on the motivations and the ways in which actors perceive and justify their actions in relation to minority policies. The main finding is that the notion of the imagined community which is used by German elites leads to an institutionalized inclusive-minded policy towards Jews, regardless of nationality, and limited integration help for Turks.

Kurzfassung auf Deutsch:

In Diskussionen über das Staatsbürgerschaftsrecht und Nationalitätskonzepte diente Deutschland der Wissenschaft als Paradigma ethno-kultureller Exklusivität. Bis zu den jüngsten Änderungen in der Gesetzgebung folgte Deutschland dem Prinzip des jus sanguinus, nach welchem die Staatsbürgerschaft fast ausschließlich aufgrund deutscher Abstammung erworben wird. Das vorliegende Papier befaßt sich mit der finanziellen Förderung der jüdischen Gemeinde und den speziellen Einwanderungsrechten für sowjetische Juden. Ferner wird diskutiert, warum solche Ausnahmen nicht bei Türken gemacht werden, die in den 60er Jahren als Gastarbeiter einreisten und keine kulturellen oder historischen Verbindungen zu Deutschland geltend machen können. Die Fallstudie analysiert die Gründe für die Unterschiede in der Unterstützung der jüdischen und türkischen Gemeinden durch die kommunale Regierung in der Hauptstadt Berlin. Eine Reihe von Interviews mit einflußreichen städtischen Verwaltungsbeamten und Politikern sowie jüdischen und türkischen Gemeindevorsitzenden wurden im ersten Halbjahr 1999 durchgeführt. Dieser elitenorientierte Ansatz verdeutlicht die Motive und Formen, mit denen Akteure ihre Handlungen in bezug auf Minderheitenpolitik verstehen und rechtfertigen. Das Hauptergebnis der Studie ist, daß die Definition der deutschen „imaginären Gemeinde“, wie er von den politischen Eliten benutzt wird, zu einer institutionalisierten Aufnahmepolitik gegenüber Juden ungeachtet ihrer Nationalität einerseits und zu begrenzter Integrationshilfe für Türken andererseits führt.


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