Verurteilt zur Höchststrafe: Tod durch Erschießen. Todesopfer aus Deutschland und deutscher Nationalität im Großen Terror in der Sowjetunion 1937/1938

Weitere beteiligte Personen: Plener, Ulla (Hrsg.)

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2009/828/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: Rosa-Luxemburg-Stiftung
Schriftenreihe: Texte // Rosa-Luxemburg-Stiftung
Bandnummer: 27
ISBN: 3-320-02080-3
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 11.03.2009
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.58 (Politische Gewalt), 89.15 (Kommunismus), 89.36 (Autoritäre Systeme)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Wer waren die Opfer? Was wollten die Menschen, von denen hier die Rede ist, wofür haben sie gelebt, gestritten? Für die politische und moralische Einstellung, für das Streben und Wollen vieler von ihnen und für ihr Verhältnis zur Sowjetunion steht der Brief des damals 26-jährigen Rudolf Senglaub. Geboren 1911 in Elgersburg/Thüringen, seit 1932 in der UdSSR, Mitglied des Komsomol, in Deutschland im Falle der Rückkehr der Verhaftung sicher, schrieb er an die deutsche Sektion der Komintern am 8. Oktober 1937: Die Miliz teile ihm mit, dass er bis zum 10. Oktober einen gültigen deutschen Pass haben müsse, andernfalls werde man ihn verhaften wegen Übertretung der Passvorschriften. – »Was soll ich machen? Ich würde schon einverstanden sein mit dem Letzten, denn ich bin doch mir gewiss, dass ich auch da noch am sozial(istischen) Aufbau aktiv teilnehmen kann. Das wäre ein Ausweg. Der andere ist ein deutsches Gefängnis … Ein Weg, der schon viel teureren Genossen den Kopf gekostet hat. Mein Ziel aber ist: noch leben und kämpfen, kämpfen für die endgültige Befreiung der Arbeiter und Bauern der ganzen Welt. Würde man mich hier ausweisen, dann denke ich, dass mein Platz dann nur in den Reihen der heldenmütigen Spanier sein kann. Nicht Abenteuerlust würde mich dazu bewegen, sondern der heilige Wunsch, meine ganze Kraft dem großen Werk der rev(olutionären) Befreiung zu widmen.« Senglaub wurde am 4. März 1938 verhaftet, aber nicht wegen Passvergehens: Er wurde der Spionage, Diversion u.ä. beschuldigt und am 29. Mai 1938 in Butovo erschossen … Dieser Menschen zu gedenken und ihnen wenigstens ihren Namen wiederzugeben – das ist das Anliegen der vorliegenden Publikation. Inhalt Zum Geleit Redaktionelle Vorbemerkung Bertolt Brecht: Ist das Volk unfehlbar? Erschossene, aus Deutschland stammend oder mit Deutschland verbunden Erschossene deutscher Nationalität, außerhalb Deutschlands und Russlands geboren In Lagern und Gefängnissen Verstorbene An Nazi-Deutschland Ausgelieferte Ruth Weihe: Antifaschistische Seeleute und Hafenarbeiter aus Deutschland – Opfer des Massenterrors 1937/1938 Johannes R. Becher: In Licht und Finsternis Ulla Plener: Ein Nachwort Der Massenterror: Fiktionen, Fakten, Folgen


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