Symbolic Knowledge At Work. Comitology and Learning from Experts in European Technology Policy

Böhling, Kathrin

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2010/2135/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: WZB Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
Schriftenreihe: Publications from the Research Unit Transnational Conflicts and International Institutions, Research Area Civil Society, Conflict and Democracy, Social Science Research Center Berlin : discussion paper
Bandnummer: 2009, 301
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 26.10.2010
Originalveröffentlichung: http://bibliothek.wzb.eu/pdf/2009/iv09-301.pdf (2009)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.49 (Innere Beziehungen des Staates: Sonstiges), 89.73 (Europapolitik, Europäische Union)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

The execution of EU laws by the European Commission is overseen by an intricate system of committees with national delegates. Comitology procedures were developed to moderate Commission action in policy implementation according to member state interests. Apparently, though, comitology has become an instrument of greater rather than less integration in Europe. This paper attempts to account for why this is so, pointing in particular to the importance of Commission-organized expert groups for interest accommodation with member states. The Commission’s propensity to value expert knowledge for its symbolic functions is the bottom line of this paper’s claim that use of expert knowledge frames the discourse within which agreement is achieved among EU member states for implementing measures. Symbolic knowledge at work bolsters the Commission’s credibility to drive European integration but is inconsistent with what it does at the administrative core of policy implementation. To make this argument, the paper draws on qualitative research on the administration of European technology policy. It accounts for organizational effects through analysis within an organizational learning framework that links the expert-based formation of knowledge with its use.

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Implementierung europäischer Gesetze durch die EU-Kommission unterliegt einem komplizierten System von Verwaltungsausschüssen. Mit diesem Ausschusswesen („Komitologie“) wurde ursprünglich das Ziel verfolgt, die Exekutivfunktion der Kommission an die nationalstaatlichen Interessen und Präferenzen zurückzubinden. Im Laufe der Zeit scheint sich das Ausschusswesen jedoch zu einem Instrument vertiefter statt gehemmter Integration entwickelt zu haben. Das vorliegende Discussion Paper versucht zu verstehen warum das so ist und konzentriert sich hierfür auf die Einbeziehung von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft durch die Kommission. Ausgangspunkt der Überlegungen ist, dass die Kommission Expertenwissen symbolisch nutzt. Symbolisches Wissen kommt bei der Überwachung ihrer Durchführungsbefugnisse durch die Mitgliedsländer zum Tragen. Damit ist gemeint, dass die Kommmission ihren institutionellen Führungsanspruch in Europa untermauert, wenn sie sich bei zustimmungspflichtigen Entscheidungen über die Verteilung von Mitteln oder programmatischen Zielen auf Expertenwissen stützt. Die Legitimierung ihrer Exekutivfunktion gegenüber den Mitgliedsländern und die konkrete Implementierung europäischer Gesetze fallen jedoch auseinander, was die Bedeutung des Ausschusswesens als Kontrollinstrument zumindest prekär erscheinen lässt. Diesem Argument liegt qualitative Forschung zur Durchführung europäischer Technologiepolitik zugrunde. Die Untersuchung stützt sich auf Theorien des Organisationslernens und verbindet so den Blick für die in der Kommission gängige Praxis Expertenwissen einzuholen mit dessen Wirkungen für die Kontrollierbarkeit ihrer Durchführungsbefugnisse durch die Mitgliedsländer.


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