Managementorientierte Schulreformen in England

Promberger, Kurt ; Bernhart, Josef ; Cecon, Franziska

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2010/2271/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: Zentrum für Verwaltungsmanagement an der Uni Innsbruck
Schriftenreihe: Working paper // Universität Innsbruck, Zentrum für Verwaltungsmanagement
Bandnummer: 4
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 11.11.2010
Originalveröffentlichung: http://www.verwaltungsmanagement.at/602/uploads/10673571360.pdf (2003)
DDC-Sachgruppe: Öffentliche Verwaltung
BK - Basisklassifikation: 88.60 (Politische Maßnahmen), 88.13 (Kommunalverwaltung), 88.12 (Territorialverwaltung, Regionalverwaltung), 88.10 (Öffentliche Verwaltung: Allgemeines), 88.70 (Vergleichende Verwaltungslehre)
Sondersammelgebiete: 3.7 Verwaltungswissenschaften

Kurzfassung auf Deutsch:

Die öffentliche Verwaltung ist im Umbruch und kein Bereich kann sich dieser Entwicklung entziehen, so auch das Bildungswesen. England, mit seinem klaren und konsequenten Bekenntnis zu Managementorientierung im Sinne des New Public Management, hat seit dem Amtsantritt von Margaret Thatcher im Jahre 1979 große Veränderungen erlebt. Während die Reformen in den ersten Jahren ihrer Amtszeit als inkremental und wenig koordiniert bezeichnet werden, so wurde Tempo und Intensität der Veränderung im Bildungswesen mit dem Education Reform Act 1988 insbesondere in Bezug auf Wettbewerb und Marktmacht forciert. Neue Steuerungsprinzipien wie Leistungsstandards, Outputorientierung, Vielfalt und Wahlmöglichkeiten insbesondere für die „Kunden“ des Bildungswesens stehen an der Tagesordnung. Während operative Kompetenzen weitgehend von den lokalen Bildungsbehörden auf die Schulebene delegiert wurden, was Direktoren in die Managementposition versetzt und neue Herausforderungen sowie Chancen für die unmittelbar Beteiligten ermöglicht, wurden strategische Entscheidungen vermehrt zentralisiert. Darunter ein Nationaler Curriculum und auch die standardisierte Leistungsmessung, die für ein gesichertes Niveau an Qualität, Transparenz und Innovationsdruck sorgen. Die englische Erfahrung gewinnt an Bedeutung, wenn man die positive Entwicklungstendenz ihrer eigenen Leistungsmessung betrachtet oder das gute Abschneiden bei der PISA-Studie der OECD als Indikator für "Erfolg" heranzieht. Freilich lassen sich auch in der englischen Reformentwicklung Stärken und Schwächen identifizieren, aber gerade die lange Erfahrung macht den Fall "England" in Bezug auf Bildungsreformen interessant. Im Working Paper 4/2003 werden nach einem historischen Überblick, die wichtigsten Bildungsdaten in Großbritannien und Nordirland mit Schwerpunkt auf England einer (teilweise auch international fundierten) Analyse unterzogen. Anschließend wird das Bildungssystem vorgestellt, wobei den Besonderheiten wie Schulwahl, Nationaler Curriculum, Leistungsbeurteilung, Lehrkräfte, Inspektionen und Finanzierungswesen gesonderte Kapitel gewidmet werden. Die Verbindung der durchgeführten Reformen mit den Instrumenten des NPM wird in einer Gegenüberstellung verdeutlicht, bevor schließlich eine umfassende theoriegeleitetete Evaluierung - basierend auf der Public Choice Theorie, die NPM wesentlich prägt - der Reformerfahrungen folgt.


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