Burundi's Endangered Transition : FAST Country Risk Profile Burundi

Lemarchand, René

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/2439/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: Swisspeace
Schriftenreihe: Working papers // Swiss Peace
Bandnummer: 2006, 3
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 05.01.2011
Originalveröffentlichung: http://www.swisspeace.ch/typo3/fileadmin/user_upload/pdf/Working_Paper/WP3_Burundi.pdf (2006)
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.79 (Internationale Konflikte: Sonstiges), 89.58 (Politische Gewalt), 89.42 (Staat und Bürger), 89.40 (Innere Beziehungen des Staates: Allgemeines), 73.74 (Interethnische Beziehungen), 89.76 (Friedensforschung, Konfliktforschung)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

In 2005, after long and difficult negotiations, Burundi went through an exemplary transition to multiparty democracy, resulting in the victory of the former rebel movement, the Conseil National pour la Défense de la Démocratie-Forces de Défense de la Démocratie (CNDD-FDD), and the election of its leader, Pierre Nkurunziza) to the presidency. A year later, however, the country is beset by a major institutional and political crisis. Continuing human rights violations lie at the root of the multiple fissures that have emerged in the multiparty coalition as well as in the upper ranks of the ruling party. Evidence of large-scale corruption has cast discredit on the government’s promise of ushering an era of good governance and transparency. Rumors of an impending coup, leading to the arrest of key personalities, Hutu and Tutsi, raise further questions about the stability of the Nkurunziza government. Although progress has been made on the security front with the signing of a cease-fire agreement with the last rebel faction, the Forces Nationales pour la Libération (FNL), uncertainty persists about the effectiveness of the cease-fire. The challenges ahead cover a broad spectrum of issues. How to deal with the streak of Hutu radicalism embodied in the FNL and effectively meet its demands concerning the restructuring of the army is a key priority. Directly related to the participation of the FNL in the consolidation of peace is the implementation of DDR, the disarmament, demobilization and reinsertion of former combatants. A third issue concerns the problem of refugees and internally displaced persons (IDPs): the latter number some 100,000, living in 182 IDP camps; among the refugees, some 340,000 are still awaiting repatriation. How to accommodate their demands for land, emergency aid and jobs in a context of severe economic scarcity is a crucial challenge facing the government. However pressing, such demands will not be met unless the government has the political will to improve its performance in terms of good governance and transparency. This is where donors can play a positive role. A concerted effort must be made by donors to engage in a constructive dialogue with the new authorities so as to jointly explore the types of development assistance needed to promote economic reconstruction, the consolidation of the peace process, the accommodation of refugees and displaced persons, and the improvement of administrative performance.

Kurzfassung auf Deutsch:

Mit der Errichtung einer Mehrparteien-Demokratie kommt es in Burundi, nach langen und schwierigen Verhandlungen, 2005 zum wegweisenden Abschluss eines politischen Transitionsprozesses. Die Wahlen führen zum Sieg der ehemaligen Rebellenbewegung Conseil National pour la Défense de la Démocratie - Forces de Défense de la Démocratie (CNDD-FDD) und bringen deren Führer Pierre Nkurunziza als neuen Präsidenten hervor. Ein Jahr später wird das Land jedoch von einer schweren politischen und institutionellen Krise gelähmt. Anhaltende Menschenrechtsverletzungen verschärfen die zahlreichen Antagonismen sowohl innerhalb der Koalition wie auch an der Spitze der Regierungspartei. Fälle von massiver Korruption auf höchster Ebene unterminieren das Vertrauen in den neuen Staat und seine Versprechungen hinsichtlich ‚good governance’ und Transparenz. Mit den Gerüchten um einen drohenden Staatsstreich und der nachfolgenden Festnahme einer Reihe von Persönlichkeiten, Hutu wie Tutsi, werden zusätzliche Zweifel an der Stabilität von Nkurunziza’s Regierung laut. Und obwohl das jüngste Friedensabkommen mit den Forces Nationales de Libération (FNL), der letzten aktiven Rebellengruppe im Land, einen wesentlichen Schritt zur Verbesserung der Sicherheit darstellt, bestehen Vorbehalte gegenüber der Wirksamkeit dieses Abkommens. Die anstehenden Herausforderungen sind zahlreich und gross. Eines der Hauptprobleme betrifft die Bedrohung des Friedens durch das Fortbestehen des Hutu Radikalismus in Form der FNL, und die Frage, wie deren Forderungen nach einer Reststrukturierung der Armee befriedigt werden können. Unmittelbar verbunden damit ist die Umsetzung der Entwaffnung, Demobilisierung und Resozialisierung der ehemaligen Kämpfer. Ein weiteres Kernthema bilden die Flüchtlinge und intern Vertriebenen; letztere beziffern sich auf rund 100,000 Personen, verteilt auf 182 Flüchtlingslager, während die Zahl der Flüchtlinge, die auf ihre Rückkehr warten, etwa 340,000 beträgt. Die Befriedigung ihrer Bedürfnisse nach Land, Nothilfe und Arbeit in einem allgemeinen Kontext extremer Armut stellt die Regierung vor eine gewaltige Aufgabe. Wie dringlich diese Forderungen jedoch auch sein mögen, ihre Umsetzung hängt unmittelbar vom politischen Willen der burundischen Regierung ab, ihren Leistungsausweis entsprechend der Prinzipien von ‚good governance’ und Transparenz zu verbessern. In diesem Bereich bietet sich denn auch den internationalen Geldgebern die Möglichkeit, eine positive Rolle zu spielen. Es bedarf einer gezielten Anstrengung um die neue Behörden in einen konstruktiven Dialog einzubinden und gemeinsam jene Art von Unterstützung auszuhandeln, deren es bedarf um den wirtschaftlichen Wiederaufbau, die Konsolidierung des Friedensprozesses, die Wiederansiedlung der Flüchtlinge und Vertriebenen sowie die Verbesserung der öffentlichen Leistung voranzutreiben.


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