Urheberrecht zwischen Kreativität und Verwertung : Transnationale Mobilisierung und private Regulierung

Dobusch, Leonhard ; Quack, Sigrid

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/2751/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: MPIfG - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Schriftenreihe: MPIFG discussion paper
Bandnummer: 2010, 6
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 04.02.2011
Originalveröffentlichung: http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp10-6.pdf (2010)
SWD-Schlagwörter: Urheberrecht , TRIPS , Digitale Güter , Virtuelle Gemeinschaft , Interessenpolitik , Internationale Zusammenarbeit , Selbstverpflichtung , Welt
Freie Schlagwörter (Deutsch): Geistiges Eigentum , Regulierung , Internationaler Konflikt , Online-Publikation
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.30 (Politische Systeme: Allgemeines), 86.10 (Recht einzelner Länder, Gebiete und Völker), 86.30 (Internationales Privatrecht), 86.28 (Gewerblicher Rechtsschutz, Verlagsrecht)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Im Zuge der wachsenden ökonomischen Bedeutung von Wissen sowie technologischer Veränderungen durch das Internet ist die Regulierung von Eigentums- und Nutzungsrechten an nicht stofflichen Gütern vermehrt zum Gegenstand transnationaler Auseinandersetzungen geworden. Wurden diese Konflikte zunächst im politischen Bereich, wie etwa in den Verhandlungen um internationale TRIPS- und WIPO-Verträge und nationale Gesetzgebung ausgetragen, verlagerten sie sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts zunehmend in marktliche Arenen. Die vorliegende Studie nimmt die zunächst paradoxe Beobachtung zum Ausgangspunkt, dass eine im Lobbying internationaler Organisationen sehr erfolgreiche Industriekoalition bei der Entwicklung und Durchsetzung privater Regulierung am Markt auf Hindernisse stieß, während eine zivilgesellschaftliche Koalition dort effektiver als im politischen Bereich war. Die Analyse zeigt, dass soziale und politische Mobilisierungsprozesse am Markt eine Erklärung für diese Unterschiede liefern. Dabei hing der Erfolg von Mobilisierungsstrategien nicht nur von materiellen Ressourcen, sondern davon ab, ob und in welchem Umfang kollektive Handlungsrahmen anschlussfähig an in soziale Kontexte eingebettete Handlungs- und Interaktionspraktiken individueller und kollektiver Akteure waren und zugleich neue Formen der Schaffung und Nutzung von Wissen und Kultur ermöglichten.

Kurzfassung auf Englisch:

As a result of the increasing economic value of knowledge and the rapid technological change associated with the Internet, transnational disputes over the regulation of intellectual property rights and licensing have been on the rise. After having been fought out for decades in political arenas such as TRIPS and WIPO treaty negotiations and national legislation, they have shifted to market arenas since the turn of the millennium. As a point of departure, this study examines the paradox that an industry coalition that had very successfully lobbied international organizations ran into trouble developing and enforcing private regulation in the market place, while a civil society coalition proved to be more effective in the market than in the political sphere. The analysis shows that these differences can be explained by social and political mobilization processes within the market. Evidence suggests that the success of mobilizing strategies could not be attributed to material resources alone, but also depended on whether and to what extent collective action frames proved compatible with individual and collective actors’ socially embedded (interaction) practices and enabled the creation and utilization of knowledge and culture.


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