Vier Perspektiven zur Entstehung und Entwicklung der "Europäischen Beschäftigungspolitik"

Schäfer, Armin

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/2828/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: MPIfG - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Schriftenreihe: MPIFG discussion paper
Bandnummer: 2002, 9
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 15.02.2011
Originalveröffentlichung: http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp02-9.pdf (2002)
SWD-Schlagwörter: Europäische Union , Beschäftigungspolitik , Online-Publikation , EU-Sozialpolitik , EU-Staaten ; Policy-Ansatz
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.03 (), 89.73 (Europapolitik, Europäische Union), 89.30 (Politische Systeme: Allgemeines), 83.14 (Einkommen, Beschäftigung, Arbeitsmarkt)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Mit den Vertragsänderungen des Amsterdamer Gipfels (1997) wurde die Beschäftigungspolitik offizieller Teil der Politik der EU. Mit ihr erhielten nicht nur europäische Institutionen Einfluss auf einen Politikbereich, der zuvor in nationaler Verantwortung lag, sondern mit der „offenen Methode der Koordinierung“ wurde ein neues Politikinstrument eingeführt, das seither auch in anderen Politikbereichen Anwendung findet. Das vorliegende Papier möchte zeigen, welche Erklärungen verschiedene integrationstheoretische Ansätze für diese Entwicklung liefern können, indem vier Perspektiven miteinander verglichen werden: Institutionalistische politische Ökonomie, Neofunktionalismus, Intergouvernementalismus sowie der Governance-Ansatz. Diese sollen daraufhin geprüft werden, wie sie Ursprung, Form und Inhalt der Europäischen Beschäftigungspolitik jeweils erklären. Die oft unausgesprochen bleibende Entscheidung für einen theoretischen Ansatz hat weit gehende Folgen für das Verständnis europäischer Politik. Während Governance- Ansatz und Neofunktionalismus Politik als Antwort auf entstandene Probleme verstehen, betonen Intergouvernementalismus und politische Ökonomie Interessenkonflikte im Politikprozess. Auf Grundlage des vorgenommenen Vergleichs erweist sich die letztgenannte Sicht als überzeugender, und die mit ihr verbundenen Perspektiven besitzen eine höhere Erklärungskraft für die Europäische Beschäftigungspolitik.

Kurzfassung auf Englisch:

Treaty changes at the Amsterdam summit (1997) established employment policy as an official part of EU policy. European institutions not only gained influence in a policy area that formerly had been a national prerogative but, furthermore, the “open method of coordination” was introduced as a new policy tool which has since been applied in other arenas as well. This paper deals with the question of how different theoretical approaches – institutional political economy, neofunctionalism, intergovernmentalism and the governance perspective – account for these developments and aims at comparing their explanations. More specifically, it shows how these approaches explain the origins, development, and form of European Employment Policy. While a decision in favor of a particular approach is often taken implicitly, its impact on how European political processes are perceived can be great. Whereas the governance perspective and neo-functionalism think of policies as answers to actual problems, intergovernmentalism and political economy think of them as the outcome of political conflicts of interest. Based on the present comparison, the latter view seems more convincing, and the approaches connected with it gain higher salience in explaining the European Employment Policy.


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