Politischer Islam in Zentralasien und Sicherheit im euroasiatischen Raum : Was geht Europa das säkular-islamische Verhältnis in Zentralasien an?

Seifert, Arne C.

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/2839/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: Rosa-Luxemburg-Stiftung
Schriftenreihe: Standpunkte
Bandnummer: 2010, 11
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 15.02.2011
Originalveröffentlichung: http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_11-2010.pdf (2010)
SWD-Schlagwörter: Mittelasien , Islam , Fundamentalismus , Online-Publikation
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.36 (Autoritäre Systeme), 89.10 (Politische Richtungen: Allgemeines), 89.41 (Staat und einzelne Gruppierungen), 89.90 (Außenpolitik, Internationale Politik), 89.73 (Europapolitik, Europäische Union)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Europa hat gute Gründe, sich zu einem konstruktiven Umgang mit dem politischen Islam und islamischer Opposition im euro-asiatischen Raum zu entschließen. Mit der Erweiterung der OSZE bis an die chinesische Grenze und Afghanistan hat Europa nunmehr seinen eigenen euro-asiatischen Orient und seinen eigenen «euro-asiatischen Islam». Daran hat im Westen 1992 bei der Aufnahme der jungen zentralasiatischen Staaten in die OSZE niemand gedacht. Es ging ihm um die strategischen militärischen Systeme der Sowjetunion, die in dieser Region noch standen. Jedoch im zivilisatorischen Verständnis galt ihm Zentralasien als «säkularer Appendix» der säkularen UdSSR. Dass der «islamische Faktor » und politische Islam auch Europa quasi durch seine neue asiatische «Hintertür» im eigenen politischen Raum einholen könnte – damit rechnete in den europäischen Außenämtern niemand. Doch seit nunmehr fast zwanzig Jahren sind sie Realität: Der islamische Faktor1 ist und bleibt eine permanente strategische Größe im euro-asiatischen Raum und ihrer politischen Organisation, der OSZE. Worin besteht nun das Problem? Noch ist nicht unabwendbar, dass sich die schon fast traditionelle Negativfixierung Westen versus Islam, Islam versus Westen und Islam versus Säkularismus, Säkularismus versus Islam nun auch im gemeinsamen politischen Raum der OSZE nachgerade «schicksalhaft» wiederholen müsste und der «westlich-muslimische Dialog» auch hier keine andere Perspektive hätte, als in jenen fatalen Zustand von intellektueller Erschöpfung und Sackgasse zu geraten, der ihn für den «Rest der Welt» auszeichnet. Kann sich Europa in dem strategisch wichtigen Dreieck zwischen Kaukasus, Kaspischem Meer und Zentralasien einen solch fatalen Zustand leisten? Die Antworten sind eindeutig: «Nein!» Eine positive Alternative ist möglich.


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