Why Do Some Oil Exporters Experience Civil War But Others Do Not? : A Qualitative Comparative Analysis of Net Oil-Exporting Countries

Basedau, Matthias

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/3153/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: GIGA - German Institute of Global and Area Studies
Schriftenreihe: GIGA Working Papers
Bandnummer: 157
Sprache: Englisch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 24.08.2011
Originalveröffentlichung: http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/publikationen/pdf/wp157_basedau-richter.pdf (2011)
SWD-Schlagwörter: Bürgerkrieg , Erdölexport
Freie Schlagwörter (Deutsch): Ressourcenfluch , Rentenökonomie
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 83.63 (Volkswirtschaftliche Ressourcen, Umweltökonomie), 89.76 (Friedensforschung, Konfliktforschung), 89.58 (Politische Gewalt)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Englisch:

According to quantitative studies, oil is the only resource that is robustly linked to civil war onset. However, recent debates on the nexus of oil and civil war have neglected that there are a number of peaceful oil‐rentier states, and few efforts have been spent to explain why some oilexporting countries have experienced civil war and others have not. Methodologically, the debate has been dominated by research using either quantitative methods or case studies, with little genuine medium‐N comparison. This paper aims to fill this gap by studying the conditions of civil war onset among net oil exporters using (crisp‐set) Qualitative Comparative Analysis (csQCA). Considering a sample of 44 net oil exporters between 1970 and 2008, we test conditions such as oil abundance (per capita) and dependence, the interaction of ethnic exclusion and oil reserve locations (overlap) as well as the type of political regime (polity). Our results point to a combination of necessary and sufficient conditions that has been largely ignored until now: low abundance is a necessary condition of civil war onset. Two pathways lead to civil war: first, a combination of low abundance and high dependence and, second, a combination of low abundance and the geographical overlap of ethnic exclusion with oil reserve areas within autocracies.

Kurzfassung auf Deutsch:

Quantitativen Studien zufolge ist Erdöl die einzige Ressource, die robust mit dem Ausbruch von Bürgerkriegen verbunden ist. Die bisherige Forschung hat bisher weitgehend außer Acht gelassen, dass es auch eine Anzahl friedlicher Rentierstaaten gibt. Es ist kaum untersucht worden, weshalb einige Erdöl exportierende Länder von Bürgerkriegen betroffen sind, andere dagegen nicht. In methodischer Hinsicht wird die Debatte zum Zusammenhang von Erdöl und Bürgerkrieg entweder von quantitativen Ansätzen oder aber Einzelfallstudien dominiert. Untersuchungen mit mittleren Fallzahlen fehlen fast gänzlich. Der vorliegende Beitrag möchte zur Schließung dieser Forschungslücken beitragen, in dem die Einflussbedingungen für Bürgerkrieg durch (crisp‐set) Qualitative Comparative Analysis (csQCA) untersucht werden. Anhand eines Samples von 44 Erdöl exportierenden Ländern wird der Einfluss von Ölreichtum (pro Kopf), Ölabhängigkeit, der geographischen Überlappung von Erdöllagerstätten und exkludierten ethnischen Gruppen und der politische Regimetyp für die Periode 1970 bis 2008 untersucht. Die Ergebnisse deuten auf eine Kombination aus notwendigen und hinreichenden Bedingungen, die bislang keine oder nur wenig Beachtung fand. Zwei Kausalpfade führen zu Bürgerkrieg: ‒ Eine Kombination von geringem Reichtum an und hoher Abhängigkeit von Erdöl sowie ‒ eine Kombination geringen Reichtums und der Interaktion von Erdölvorkommen und ethnischer Exklusion in autoritären Regimen.


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