Fragiler Friede : Warum eine Ausweitung des internationalen Engagements im Südsudan notwendig ist

Herr, Stefanie

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2011/3217/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: HSFK-Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
Schriftenreihe: HSFK-Standpunkte : Beiträge zum demokratischen Frieden
Bandnummer: 2011, 5
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 18.07.2011
Originalveröffentlichung: http://www.hsfk.de/fileadmin/downloads/standpunkt0511.pdf (2011)
SWD-Schlagwörter: Sudan <Süd> , Unabhängigkeit
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.75 (Internationale Konflikte: Allgemeines), 15.92 (Afrika südlich der Sahara)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Und wieder sind die Menschen in der Grenzregion Abyei auf der Flucht: Ende Mai 2011, noch vor dem Tag der offiziellen Unabhängigkeit des Südsudans am 9. Juli, rollen Panzer aus dem Nordsudan durch Abyei. Der Ausbruch neuer Spannungen kommt nicht unerwartet, seit im Januar 99% der Südsudanesen für eine unabhängige Republik Südsudan gestimmt haben. Der Frieden steht auf wackligen Beinen im Sudan, viele Krisenherde und strukturelle Probleme setzen ihm zu. Alle Nöte und Gräueltaten, die mit dem Darfur-Konflikt verbunden werden – Hunger, endlose Flüchtlingsströme, Brandschatzung, Terror und Versklavung – haben die Südsudanesen in 20 Jahren Bürgerkrieg noch länger und zum Teil noch heftiger erlitten. Kein Wunder, dass der Tag der Unabhängigkeit von vielen wie eine Erlösung herbeigesehnt wird. Stefanie Herr konnte sich im Rahmen eines Feldforschungsaufenthalts im März 2011 in Khartoum und Juba selbst ein Bild von der Lage machen. Sie traf auf frohe Erwartung und Kriegsmüdigkeit – und auf eine lange Liste schwelender Konflikte und Probleme: ethnische und religiöse Spannungen, ein unklarer Grenzverlauf, der Kampf um die Ölvorkommen, fehlende Infrastruktur und Rechtsstaatlichkeit, ein rudimentäres Bildungssystem... Für sie gibt es keinen Zweifel: Ohne die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft wird ein nachhaltiger Frieden kaum zu erreichen sein. Das Engagement jetzt verringern, hieße tausende von Menschen zu Hoffnungslosigkeit und einem Leben auf der Flucht zu verdammen. Karin Hammer


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