Ökonomisierung und moralischer Wandel : die Ausweitung von Marktbeziehungen als Prozess der moralischen Bewertung von Gütern

Akyel, Dominic

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URL http://edoc.vifapol.de/opus/volltexte/2015/5640/
Dokumentart: Bericht / Forschungsbericht / Abhandlung
Institut: MPIfG - Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Schriftenreihe: MPIFG discussion paper
Bandnummer: 2014, 13
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 09.03.2015
Originalveröffentlichung: http://www.mpifg.de/pu/mpifg_dp/dp14-13.pdf (2014)
SWD-Schlagwörter: Ökonomisierung , Moral , Wirtschaft
DDC-Sachgruppe: Politik
BK - Basisklassifikation: 89.50 (Politische Prozesse: Allgemeines), 89.71 (Internationale Zusammenarbeit: Allgemeines), 89.54 (Politischer Einfluß)
Sondersammelgebiete: 3.6 Politik und Friedensforschung

Kurzfassung auf Deutsch:

Die zeitgenössische Ökonomisierungstheorie hat moralischen und nachfrageseitigen Wandel als Einflussfaktor für Ökonomisierung bislang stark vernachlässigt. Sie erklärt den derzeitigen Ökonomisierungstrend mit Veränderungen der politischen und unternehmerischen Leitbilder sowie gewandelten wirtschaftlichen Kontextbedingungen. Ich zeige in diesem Artikel, dass bei der Entstehung von Ökonomisierungsprozessen auch moralische und nachfrageseitige Veränderungen eine Rolle spielen können. Um die moralische Dimension dieses Phänomens zu erschließen, wird Ökonomisierung dabei als ein Prozess der Legitimierung und Legalisierung des Austauschs von Gütern charakterisiert. Darauf aufbauend arbeite ich vier idealtypische Varianten der Ökonomisierung heraus, durch die sich insbesondere die Interaktion von staatlich initiierter Marktschaffung und Ökonomisierung als einem Prozess der Enttraditionalisierung wirtschaftlichen Handelns besser fassen lässt. Der hier skizzierte Ansatz trägt dazu bei, die vielfältigen Wechselbeziehungen zwischen Ökonomisierung und Modernisierung besser zu verstehen und ebnet so den Weg für eine stärker moralisch fundierte Soziologie der Ökonomisierung.

Kurzfassung auf Englisch:

The contemporary theory of economization has strongly neglected changes in moral values and consumer orientations as an explanatory variable. The theory explains the current trend towards a market-based model of economic governance in terms of an interplay between two developments: the modification of political and entrepreneurial goals, and changes in economic conditions. In this article I show that changes in moral values and consumer orientations can also contribute to the emergence of economization processes. In order to better understand the moral dimension of this phenomenon, economization is conceptualized as the legitimation and legalization of the exchange of goods. Building on this, I develop four ideal-typical variants of economization which are especially useful to conceive state-driven market formation and economization as a process of detraditionalization. The approach outlined here helps to understand the interrelationship between economization and societal modernization and thus paves the way for a sociology of economization with a stronger moral basis.


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